FRAUKE HÄNKE/CLAUS KIENLE
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Macht

Installation im Kunsthaus Hamburg 2014

Macht Abbau

Machtspiele

Größe ca. 2,5 x 3,5 m, Mixed Media (Nägel, Baumwollfaden)

1. Mantra - Sound

Das Wort Macht wird von Personen aus unterschiedlichen Ländern in ihrer Landessprache (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch) wiederholt gesprochen. Was wird aus einem Wort, wenn es immer wieder wiederholt wird? Im Sprechen wie im Hören verliert der Begriff durch die ständige Wiederholung seine Bedeutung und wird abstrakt wie ein Mantra.

Die Aufnahmen (ca. 1-2 min lang) werden in Schleifen abgespielt und sind über Kopfhörer in der Ausstellung hörbar.

Die zu hörenden europäischen Sprachen repräsentieren auch (ehemalige) Kolonialmächte. In der der Soundaufnahme sind aus den beiden Stereokanälen verschiedene Sprecher zu hören. Jede Stimmen hat ihren eigenen Rhythmus, die Sprecher wechseln sich ab, nähern sich an und überlagern sich zum Teil gegenseitig - sodass sowohl ein Gegeneinander als auch ein Miteinander entsteht.

2. Die Fäden ziehen - Zeichen

Der zweite Teil der Arbeit ist der Entwurf einer universalen Fahne.
Fäden werden über Nägel an die Wand gespannt. Sie skizzieren die am häufigsten verwendeten Flächenaufteilungen der Flaggen der 194 von der UNO offiziell anerkannten souveränen Staaten.

Die Funktion der Fahne als weithin sichtbares Machtsymbol wird aufgelöst durch die Reduzierung auf den eigentlichen Grundbestandteil einer Fahne - den Faden - und die skizzenartige und spielfeldähnliche Darstellung in ihrer neutralen Farbigkeit.

Frauke Hänke, 2014